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Google kündigt eigenes Betriebssystem an

google chrome1 Google kündigt eigenes Betriebssystem anEs war schon immer ein beliebtes Gerücht. Immer wieder hat man davon gehört, dass der Suchmaschinen-Gigant Google eines Tages ein eigenes Betriebssystem anbietet. Mit Android hat Google dies ja auch geschafft – allerdigns bisher nur auf Smartphones. Android vermittelt schon jetzt einen guten Eindruck darüber, wo Google mit seinem neuen “Google Chrome OS” genannten Betriebssystem hin möchte: Nämlich ins Web. Google bietet Dienste für die fast alle Anwendungsgebiete die sich ein Otto-Normal-Verbraucher vorstellen kann.

Google schreibt auf seinem Blog, man wolle ein “Schnelles, einfaches und sicheres” Betriebssystem entwickeln. Dieses Bestreben wird sicherlich bei den meisten Kunden ein lächeln hervorrufen. Schließlich ist gerade die Sicherheit bei Windows-Betriebssystemen noch immer ein Problem, wenn auch längst nicht mehr ein großes. Was die Geschwindigkeit angeht, so wird das Limit im Grunde nur noch die Verbindung ins Internet darstellen. Wer Googles Webdienste nutzt, weiß dass diese in Punkto Geschwindigkeit den nativen Anwendungen in nichts nach stehen – im Gegenteil: Startzeiten kennt man von Web-Apps nicht.

Der größte Vorteil dieses “Cloud basierten” Betriebssystems wird aber sicherlich die Möglichkeit, immer und überall auf seine Dateien zugreifen zu können. Natürlich wird es den meisten nicht schmecken, ihre Daten bei Google zu lagern, aber das kann sich schnell ändern, wenn Google seine Politik zum Thema Datenschutz noch einmal überdenkt.
Man sieht beispielsweise an Google Docs eindeutig, wie sinnvoll es ist, Dokumente für andere freizugeben. Michael und ich koordinieren unsere Tätigkeiten auf geeks2null großteils über Google Docs – weil es einfach um einiges leicher geht, als über E-Mail, IM oder Text-Dokumente. Ich nutze außerdem ausschließlich den RSS-Reader “Google Reader“, weil es schlichtweg keine guten RSS-Applikationen für den Mac und auch nicht für Windows und Linux gibt.

Der wichtigste Punkt ist allerdings, dass Google sein Chrome OS als Open Source veröffentlicht. Das bedeutet, dass der Kreativität der Community nichts mehr im Weg steht. Außerdem kann man davon ausgehen, dass alle “Hintertürchen”, die Google evtl. einbaut in kürzester Zeit geschlossen werden und eine modifizierte Version von Chrome OS als Fork veröffentlich wird. Ein ähnliches Prinzip verfolgt SRWare, die mit Iron einen Browser veröffentlichen, der auf dem Chrome-Code basiert, allerdings alle Datenschutzrechtlichen Bedenken vernichtet.

Die Tatsache, das Google sein Betriebssystem frei zugänglich als Open Source veröffentlicht, verspricht in den nächsten Jahren ein spannendes Thema zu werden. Da Google Chrome OS auf Linux basiert, kennt die Community den Unterbau und kann sofort mit anfangen, sich über den Code her zu machen.

Google hat bereits mit Netbook-Herstellern darüber verhandelt, Chrome OS-basierte Netbooks zu veröffentlichen. Man darf gespannt sein, wie sich Google mit seinem eigenen Betriebssystem auf dem schwierigen Markt der Betriebssysteme verhällt.

8. Juli 2009

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  1. darwisch Website
    12. Juli 2010, 18:46 | #1

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