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HTC Hero – Zeit für einen neuen Helden?

htc logo for press1 HTC Hero   Zeit für einen neuen Helden?Der Smartphone-Markt ist heute umkämpfter dennje. Das für Heimanwender (noch) auf dem Thron sitzende iPhone in seiner neuesten Version 3GS wird von verschiedensten Herstellern und Betriebssystemen attackiert. Da bleibt letztlich die Frage: Wer wird ernsthaft dem ultimativen Smartphone den Thron streitig machen können und wollen?

Einen mutigen Herausforderer gibt es bereits: Das HTC Hero.

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Überblick

Der “kleine” Held versucht mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android und der aufgesetzten HTC Sense Oberfläche zu glänzen. Klein ist er im Hinblick auf das Display, das im Gegensatz zum Iphone (3,5”) sicht- und fühlbar kleiner (3,2”) ausfällt. Ebenso hat HTC trotz bestehenden Patents native Multitouch-Unterstützung in sein aktuelles Android-Flagschiff eingebaut, die auch gefallen mag. Kurz zusammengefasst findet man nun die erwähnenswerten Eckdaten des Telefons: Quadband mit HSDPA (7,2 MBit/s), WLAN, 5 Megapixel Kamera, GPS-Empfänger, digitaler Kompass, Bewegungssensor, Trackball, 3,5mm Klinkenbuchse, MicroSD-Slot inkl. 2GB Speicherkarte. Das ist alles nichts Weltbewegendes, aber es fehlt auch nichts Relevantes.

Wenn jemand sich ein neues Hero zulegen möchte, so stehen ihm mehrere Kanäle offen: Verträge z.B. bei T-Mobile oder E-Plus, ansonsten ein Kauf ohne Vertrag. Als üblichen Ladenpreis für ein ungebundletes Gerät kann man ca. €450 veranschlagen.

Ziel dieses Blog-Eintrags soll es aber nicht sein, euch langwierig uninteressante Eckdaten vorzukauen. Ich möchte versuchen, euch näherzubringen, was es mit dem Hero auf sich hat und wie gut man im Alltag damit üer die Runden kommt.

HTC Sense

Zunächst muss man anerkennen: HTC hat mit seiner Sense-Oberfläche (und somit 7 Bildschirmseiten) dem Anwender etwas gutes getan. Es werden diverse Widgets mitgeliefert, die leicht auf den Bildschirmen zu platzieren sind. So kann man schnell den nächsten Termin, die aktuelle Wetterlage und die Uhrzeit anzeigen lassen oder sogar durch Mails oder SMS blättern ohne die entsprechende Anwendung zu öffnen.

Ein klarer Nachteil der praktischen Widgets: Sie verbrauchen aufgrund der geringeren Auflösung (320×480) viel Platz. Einige Widgets nehmen sogar eine ganze Bildschirmseite ein.

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Verarbeitung

Auch optisch hat das HTC Hero einiges zu bieten: Es exisitiert in 3 Farben (weiß, grau, schwarz). Das Display ist in matt-lackiertes Metall eingelassen, das ebenso die Seiten und die unteren vier Tasten ziert. Sehr hochwertig wirkt das Backcover, das aus Teflon besteht.

In Summe scheint das Hero edel verarbeitet, man hat es gerne in der Hand. Ein Hingucker ist es allemale, auch schon aufgrund seines Kinns. Es muss sich nicht vor der Konkurrenz verstecken, auch wenn es niemals den Kult-Status der Neuerfindung des Telefons aus Cupertino erreichen wird.

Kommunikationsgerät

In Summe überzeugt das Gesamtkonzept des Geräts: Kontaktorientierung. Wenn ich einen Kontakt aufrufe, zeigt die Anwendung alle Mails oder SMS, die ich in letzter Zeit mit ihm ausgetauscht habe. Ebenso kann ich mir ansehen, wann ich jemanden angerufen habe oder angerufen worden bin. Ein Wehmutstropfen mag sein, dass das nur mit der integrierten Mailanwendung HTC Mail funktioniert, aber diese ist alles andere als schlecht umgesetzt.

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Die Synchronisation gegen die Google Kontakte und gegen die eigenen Kalender verlaufen problemlos. In einstellbaren Zyklen wird wahlweise über WLAN oder UMTS dafür gesorgt, dass man stets auf dem Stand der Zeit ist. Dies funktioniert nach meiner Erfahrung problemlos. Ebenso ist eine Synchronisation über ein Exchange Konto von haus aus möglich, was ich jedoch noch nicht testen konnte.

Auch andere Kleinigkeiten wie integriertes Tethering machen das Hero zu einem treuen Weggefährten, den man unterwegs nicht missen will.

Programmvielfalt

HTC hat sich bei den mitgelieferten Programmen viel Mühe gegeben, ein vollständiges mobiles Büro mitzuliefern. Dank Quickoffice lassen sich Office Dokumente (Word, Excel, Powerpoint) auch neuerer Versionen mit annehmbarer Geschwindigkeit betrachten. Gar nicht mal schlecht, wenn man eine Mail mit Anhang erhält und direkt sich das Word-Dokument anschauen kann. Weiterhin wird von HTC ein PDF-Viewer mitgeliefert, sodass man für die Darstellung der wichtigsten Textdokumente ausreichend gewappnet ist.

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Ansonsten überzeugt das Softwarepaket des HTC: Twitter-Client, Facebook-Client, eigenges Mail-Programm und ansehnliche Widgets. Letztlich ist es eine solide Basis, die noch mit sinnvollen Apps aus dem Android Marketplace ergänzt werden kann.

Nachteile

Wo Licht ist, wird leider auch Schatten geworfen: Bekannte Probleme wie die Akkulaufzeit beim HTC Magic, das nach einem Tag normaler Nutzung bereits um eine Aufladung bettelt, sind leider geblieben. Die Performance war mit älterer Firmware (Version 1.x) manchmal etwas mäßig, aber nach einem Update auf Firmwareversion 2.x wirkt es so, als wäre das Hero jetzt endlich ohne angezogene Handbremse unterwegs. Die Homescreens sind deutlich schneller unterwegs, flüssigeres Arbeiten wird ermöglicht.

Ein weitere, für mich vollkommen unverständliche, Abwertung erfährt das Hero durch seine schlechte Medienwiedergabesoftware. Selbstverständlich ist es ein schönes Feature, den Medienplayer ohne die Deaktivierung der Tastensperre bedienen zu können. Wieso aber wirkt der HTC Media Player langsamer als der des N95 und bietet auch einen geringeren Funktionsumfang? Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, aber vielleicht hat mich hier auch mein Ipod Nano zu sehr verwöhnt. Ich hoffe noch auf Nachbesserung durch HTC.

Fazit

Zusammenfassend bleibt zu sagen: Hut ab, HTC. Das Hero mag zwar kleinere Schwächen haben, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es gefällt, wirkt hochwertig und man schätzt es als multimedialen Organizer. Es zeigt klar das Potential das in Android sowie in HTC steckt. Und auch wenn das Hero kein waschechter Held geworden sein mag: Heldenhaft ist es allemale. Heldenhaft genug, um einige unentschlossene iPhone Interessenten zu bekehren, zweifelsfrei. Und da schmerzen auch keine €450, zumindest mich nicht.

21. Oktober 2009

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  1. Dennis
    21. Oktober 2009, 15:14 | #1

    So, das war mein erster Artikel auf geeks2null. Ich hoffe, dass er euch gefällt und ich würde mich über Rückmeldungen, ob positiv oder negativ, freuen!

  2. andre Website
    19. November 2009, 21:56 | #2

    Ich bin vom HTC nicht sonderlich begeistert. Mit windows mobile laufen die geräte so langsam und stocken irgendwie ständig. Keine ahnung welches ich habe, es hieß mal o2 xda nova und ist zwar nützlich, aber häufig nervig und der akku geht relativ schnell in die knie-

  1. 7. Mai 2010, 12:33 | #1